Wie fessle ich meinen Partner richtig?

📅 2025-11-05 🏷️ Schlafzimmer, Bondage, Sicherheit

Die ehrliche Antwort

Fesseln kann extrem erregend sein – aber nur wenn es sicher gemacht wird. Hier ist der komplette Guide für Anfänger, damit nichts schiefgeht.

Vor dem ersten Mal: Die Basics

1. Kommunikation ist Pflicht

  • Sprecht vorher darüber: Was ist OK, was nicht?
  • Safeword vereinbaren: Ein Wort das sofort alles stoppt (z.B. "Rot")
  • Grenzen klären: Wie fest? Wie lange? Welche Körperteile?
  • Nachsorge planen: Was braucht dein Partner danach?

2. Equipment bereithalten

  • Sicherheitsschere: IMMER griffbereit! Für Notfälle
  • Geeignete Seile: Baumwolle oder Jute, 6-8mm dick
  • Wasser: Gefesselt sein kann anstrengend sein
  • Decke: Körpertemperatur kann sinken

Die goldenen Sicherheitsregeln

NIEMALS:

  • Um den Hals fesseln: Lebensgefahr durch Strangulation!
  • Alleine lassen: Auch nicht "nur kurz"
  • Zu fest ziehen: Durchblutung muss gewährleistet sein
  • Über Gelenke fesseln: Kann Nerven schädigen
  • Unter Alkohol/Drogen: Reaktionsvermögen ist eingeschränkt

IMMER:

  • Durchblutung prüfen: Alle 5-10 Minuten checken
  • Nach Taubheit fragen: Kribbeln = sofort lösen
  • Auf Hautfarbe achten: Blau/Weiß = zu fest
  • Safeword respektieren: Keine Diskussion, sofort lösen

Einfache Fesselungen für Anfänger

1. Handgelenke vor dem Körper

Die sicherste Variante für den Anfang:

  • Handgelenke nebeneinander, nicht überkreuzt
  • Seil mehrfach umwickeln (3-4 Wicklungen)
  • Zwischen den Handgelenken durchführen und festziehen
  • Mit einfachem Knoten sichern
  • Zwei Finger sollten noch dazwischen passen

2. Handgelenke hinter dem Rücken

Intensiver, aber immer noch anfängerfreundlich:

  • Partner steht oder sitzt aufrecht
  • Handgelenke parallel zueinander
  • Gleiche Technik wie vorne
  • Wichtig: Nicht zu lange in dieser Position lassen (max. 15-20 Min)

3. Fußgelenke

  • Partner liegt auf dem Rücken
  • Fußgelenke zusammen, nicht überkreuzt
  • Gleiche Wickeltechnik wie bei Handgelenken
  • Achte auf Durchblutung in den Zehen

Häufige Anfängerfehler

1. Zu komplizierte Knoten

Einfache Knoten sind besser. Du musst sie im Notfall schnell lösen können. Wenn du den Knoten nicht mit geschlossenen Augen lösen kannst, ist er zu kompliziert.

2. Zu fest ziehen

Das Seil soll halten, nicht abschnüren. Faustregel: Zwei Finger sollten immer noch zwischen Seil und Haut passen.

3. Zu lange fesseln

Anfänger: Maximal 15-20 Minuten
Fortgeschrittene: Bis zu 1 Stunde
Danach: Pause und Durchblutung wiederherstellen

4. Falsche Körperstellen

Sicher: Handgelenke, Fußgelenke, Oberschenkel, Oberarme
Gefährlich: Hals, Gelenke direkt, über Nerven (Ellenbogen-Innenseite)

Durchblutung prüfen – So geht's

  • Farbe: Haut sollte normal aussehen, nicht blau oder weiß
  • Temperatur: Gefesselte Gliedmaßen sollten warm bleiben
  • Gefühl: Frag nach Taubheit oder Kribbeln
  • Bewegung: Finger/Zehen sollten sich noch bewegen können
  • Kapillartest: Fingernagel drücken – sollte schnell wieder rosa werden

Was tun bei Problemen?

Taubheit oder Kribbeln

  • SOFORT lösen
  • Gliedmaßen sanft massieren
  • Hochlagern
  • Wenn es nicht besser wird: Arzt!

Panik beim gefesselten Partner

  • Ruhig bleiben
  • Beruhigend sprechen
  • Schnell aber vorsichtig lösen
  • In den Arm nehmen und trösten

Knoten geht nicht auf

  • Deshalb hast du die Sicherheitsschere!
  • Seil durchschneiden, nicht reißen
  • Weg vom Körper schneiden

Nach dem Fesseln: Aftercare

Fesseln ist intensiv – körperlich und emotional. Danach braucht dein Partner:

  • Körperliche Nähe: Kuscheln, in den Arm nehmen
  • Wasser und Snacks: Der Körper braucht Energie
  • Wärme: Decke oder warme Dusche
  • Reden: Wie war es? Was war gut, was nicht?
  • Zeit: Nicht sofort zum Alltag übergehen

Fortgeschrittene Techniken

Wenn ihr die Basics beherrscht, könnt ihr euch steigern:

  • Shibari/Kinbaku: Japanische Fesselkunst – aber nur mit Training!
  • Suspension: Hängende Fesselungen – NIEMALS ohne Profi-Anleitung!
  • Komplexe Harnesses: Ganzkörper-Fesselungen

Wo lernen?

  • Workshops: Viele Städte bieten Bondage-Kurse an
  • Online-Tutorials: YouTube hat gute Anfänger-Guides
  • Bücher: "The Seductive Art of Japanese Bondage" ist ein Klassiker
  • Community: FetLife und ähnliche Plattformen

Fazit

Fesseln kann unglaublich erregend sein – wenn es sicher gemacht wird. Die wichtigsten Punkte:

  • Kommunikation vor, während und nach dem Fesseln
  • Sicherheitsschere IMMER griffbereit
  • Durchblutung regelmäßig prüfen
  • Einfach anfangen, langsam steigern
  • Safeword respektieren – IMMER

Wenn du diese Regeln befolgst, steht einem sicheren und erregenden Erlebnis nichts im Weg. Viel Spaß beim Experimentieren!

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