Das Grundprinzip
Die Scherenstellung (englisch: Scissoring) ist eine Sexposition bei der beide Partner auf der Seite liegen und ihre Beine verschränken wie zwei Scherenklingen. Der Name kommt von der kreuzenden Bewegung der Beine – ähnlich wie bei einer Schere.
Klassische Scherenstellung
Ausgangsposition: Beide Partner liegen sich gegenüber auf der Seite, die Köpfe an entgegengesetzten Enden.
Beine verschränken: Einer schiebt sein oberes Bein zwischen die Beine des Partners, der andere macht das Gleiche – die Beine kreuzen sich.
Penetration: Bei heterosexuellem Sex dringt der Mann ein, bei lesbischem Sex reibt die Klitoris einer an der anderen oder an den Oberschenkeln.
Warum ist die Scherenstellung so besonders?
Intensive Reibung: Die verschränkten Beine erzeugen starke Reibung an den Genitalien – sehr intensiv für beide.
Viele Berührungspunkte: Oberschenkel, Gesäß, Genitalien – fast der gesamte untere Körper ist in Kontakt.
Komfortabel: Seitlich liegen ist entspannt und ermöglicht längere Sessions ohne Muskelkater.
Gleichberechtigt: Keiner ist "oben" oder "unten" – perfekt für gleichberechtigten Sex.
Scherenstellung für verschiedene Paare
Hetero-Paare: Der Mann liegt hinter der Frau, dringt von der Seite ein. Der Winkel ist ungewöhnlich und sehr stimulierend.
Lesbische Paare: Die klassische Scissoring-Position. Die Frauen reiben ihre Genitalien aneinander – sehr intensiv und intim.
Schwule Paare: Einer legt sein Bein über die Hüfte des anderen, ermöglicht anale oder orale Stimulation seitlich.
Tipps für perfekte Scherenstellung
Gleitmittel nutzen: Viel Reibung bedeutet viel Bedarf an Gleitmittel. Verhindert Scheuerwunden und erhöht die Lust.
Rhythmus finden: Langsam beginnen, den Rhythmus steigern. Die Scherenbewegung sollte fließend sein, nicht ruckartig.
Kissen verwenden: Kissen unter dem Kopf oder zwischen den Knien machen es bequemer und verändern den Winkel.
Hände frei nutzen: Die Hände sind frei für Bruststimulation, Kuscheln oder Halten.
Variationen der Scherenstellung
Ein Bein hoch: Einer hebt ein Bein hoch, der andere schiebt sein Bein darunter. Erhöht den Druck und verändert den Winkel.
Auf dem Rücken: Einer liegt auf dem Rücken, der andere seitlich darüber. Gibt andere Reizpunkte.
Sitzend: Beide sitzen sich gegenüber, Beine verschränkt. Mehr Kontrolle über die Bewegung.
Missionars-Schere: Mix aus Missionarsstellung und Schere. Einer liegt zwischen den Beinen des anderen, verschränkt aber trotzdem die Beine.
Challenges und Lösungen
Koordination braucht Übung: Nicht jeder hat sofort das Gefühl für die richtige Bewegung. Geduld ist der Schlüssel.
Winkel finden: Manchmal muss man experimentieren bis der richtige Winkel für Penetration oder Reibung gefunden ist.
Muskelkater: Oberschenkel- und Hüftmuskulatur wird beansprucht. Regelmäßiges Üben stärkt die Muskeln.
Psychologische Aspekte
Intimität und Verbundenheit: Die Position ist sehr nah und kuschelig – fördert emotionale Verbindung.
Kein Dominanz-Gefühl: Gleichberechtigt und kooperativ – ideal für Paare die auf Augenhöhe lieben.
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